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Arbeitsbedingungen im Kaffeeanbau
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Auch wenn uns die Werbung anderes suggeriert:
Die Tätigkeit auf einer Kaffeeplantage ist alles andere
als romantisch. Weil die Früchte des Kaffeestrauches, in
denen sich die “Bohnen” befinden, ungleichmäßig
schnell reif werden, ist eine maschinelle Ernte nicht möglich.
Die permanenten LandarbeiterInnen, TagelöhnerInnen und
WanderarbeiterInnen leisten eine schwere und gesundheitsbelastende
Arbeit. |
Kinderarbeit
ist ebenfalls immer noch ein aktuelles Thema: In Kenia sind
30% der Kaffee-ErntearbeiterInnen unter 15 Jahren. Weil ihre
Eltern auf den Kaffeeplantagen nicht ausreichend verdienen,
um die Familie zu ernähren und auch noch Schulgeld für
ihre Kinder zu bezahlen, bleibt ihnen kaum eine andere Möglichkeit,
als ebenfalls dort zu arbeiten. Und weil sie nicht zur Schule
gehen, bekommen sie keine Ausbildung, die sie für eine
“höhere” Arbeit qualifiziert.
Das ist zwar schlecht für die Kinder, aber gut für
die Plantagenbesitzer, Kaffeehändler und –konzerne:
Denn ungelernte ArbeiterInnen sind natürlich besonders
billige Arbeitskräfte. Auch ist bei ihnen die “Gefahr”
relativ gering, dass sie sich gewerkschaftlich organisieren
und das einfordern, was jedem Menschen zustehen sollte (und
theoretisch zusteht): Menschenwürdige Arbeitsbedingungen
und existenzsichernde Löhne. Oft werden Frauen und Kinder
nicht einmal selbst für ihre Arbeit bezahlt: Was von ihnen
geerntet wird, wird auf die Pflückmenge des Mannes angerechnet.
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