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Kaffee
| Nichts trinkt der
Durchschnittsdeutsche lieber als Kaffee: Im Durchschnitt sind
es knapp 160 Liter Kaffee im Jahr, die jedeR von uns konsumiert. |

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Kaffee ist nach Erdöl der meistgehandelte Rohstoff
der Welt. Jeder 50. Mensch auf dieser Erde lebt von der Kaffeeindustrie-
zumindest theoretisch, denn im Moment reicht der Preis, den die
Kaffeebauern kommen, nicht zum Überleben. Seit
über 100 Jahren war Kaffee nicht mehr so billig wie er heute
ist! Das klingt vielleicht zunächst mal toll, aber der
aktuelle Weltmarktpreis für konventionellen, d.h. nicht fair
gehandelten Kaffee von etwa einem halben Dollar pro Pfund deckt
nicht einmal die Produktionskosten. Deshalb
lohnt es sich für die Bauern nicht einmal mehr, die Bohnen
zu pflücken. Mit den heutigen Erlösen können
die Kaffeebauern nur noch ein Viertel dessen kaufen, was sie sich
vor 40 Jahren leisten konnten.
Die Kaffee-Krise,
die wir hier wegen der geringen Preise als eher positiv empfinden,
bringt noch so einiges mit sich, z.B. Kinderarbeit
und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen.
Auch der Einsatz
von Pestiziden schadet nicht nur der Umwelt, sondern genauso
den ArbeiterInnen.
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| Hinzu kommt außerdem, dass die Zwischenhändler-
abschätzig "Kojoten" genannt- ihren Wissensvorsprung
vor den Bauern ausnutzen, da diese nicht über die aktuellen
Weltmarktpreise Bescheid wissen. So bringen sie diesen selbst
noch um einen geringen Mehrgewinn. |
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Ironisch gesehen gibt es da natürlich
auch die positive Seite- dazu einige Angaben aus dem Tchibo- Geschäftsbericht
2001:
"Der Konzernbereich Kaffee
[profitierte] von einer günstigen Entwicklung der Rohstoffpreise...",
durch die der Jahresüberschuss "überproportional"
um fast 50% anstieg. Daraus resultiert ein Gewinn von 181 Millionen
Euro.
Gerade bei Kaffee gibts aber eine
gute Alternative: Kaffee aus Fairem
Handel.
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