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Sportschuhe (z.B. Nike)
Nike steht als Beispiel für alle bekannten Sportartikelfirmen
wie z.B. noch Adidas, Reebok, Asics... Es soll nicht der Eindruck
entstehen, dass ein Anbieter sich in Sachen Produktionsbedingungen
deutlich von den anderen abhebt.
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Etwa 200 Millionen Paar Schuhe verkauft Nike
pro Jahr: Mehr als doppelt soviele wie Adidas. Vielleicht trägst
auch du grad ein Paar Nike-Schuhe, für die du wahrscheinlich
eine ganze Menge bezahlt hast. Hast du
mal überlegt, warum dir deine Nikes so viel Geld wert sind? |
Am tollen Material kann es
kaum liegen: Das kostet für einen 100 € teuren Schuh gerade
mal so 8 €, also nicht mal ein Zehntel des Verkaufspreises!
Aber wo geht dann der Rest
hin? An die Arbeiterinnen vielleicht? (Es sind fast immer
Frauen, die die Schuhe zusamennähen!)
Nun ja, ein bisschen Geld bekommen die auch- aber wirklich nur ein
kleines bisschen: Etwa 40 Cent. Doch selbst wenn man bedenkt,
dass in den Produktionsländern der Lebensunterhalt billiger
ist als bei uns, ist das nicht genug, um eine Familie ausreichend
zu ernähren und die Kinder zur Schule zu schicken.
Die Frauen, die diesen mickrigen Lohn bekommen, leben
und arbeiten z.B. in China (schau doch mal in deine Schuhe, wo diese
hergestellt wurden!). China ist eines der Länder, wo es auch
heute noch (fast) keine freien Gewerkschaften gibt und damit auch
keine Streiks (für gerechtere Löhne!), wo es noch Zwangs-
und Gefängnisarbeit gibt.
Aber was sollen wir tun? Das Doppelte für einen
Sportschuh bezahlen, nur um unser Gewissen zu beruhigen? Dazu wär
sicherlich niemand von uns bereit. Doch zum Glück ist das auch
gar nicht nötig: Denn um den Arbeiterinnen
einen existenzsichernden Lohn zu zahlen, der für eine ausreichende
Ernährung, für Schulgeld und ein Mindestmaß an Gesundheitssorge
ausreicht, sind 36 Cent schon ausreichend!
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Jetzt wissen wir aber immer noch
nicht, wo denn die restlichen 91,60 € bleiben. Ein Teil geht
natürlich für den Transport drauf, und auch der Einzelhandel
verdient noch seinen Teil.
Eine Riesensumme
steckt Nike allerdings in die Werbung:
Mehr als eine halbe Milliarde Dollar im Jahr (560Mio) !!!!
Davon gehen allein 20 Millionen an Tiger Woods. Wenn man jetzt Tiger
Woods nur noch lächerliche 9 Millionen anstatt 20 Millionen
geben würde, könnte man von diesem Geld 25.000 vietnamesischen
ArbeiterInnen einen ausreichenden Lohn zahlen!
| Und warum ist das nicht so möglich?
Das Zitat von William Anderson, Verantwortlicher für den
Bereich "Umwelt und Soziales" bei Adidas, macht es
deutlich: "Das sind zwei Welten.
Die Werbung passiert hier, die Arbeit in der Dritten Welt."
Klarer geht es wohl kaum. |
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Das es auch anders geht zeigt die Konkurrenz: Es
gibt mittlerweile zwei Fabriken in China, in denen freie ArbeiterInnen-Vertretungen
gewählt wurden- und zwar schlicht und einfach, weil der Auftraggeber
Reebok es verlangt hat. Die Regierung hat nichts dagegen unternommen,
weil die Investoren sonst in einem anderen Land investieren würden.
Wir als KundInnen können z.B. mit der CCC-Karte
oder durch Gespräche mit Verkäufern und Geschäftsleitung
zeigen, dass wir uns durchaus für das Thema Produktionsbedingungen
interessieren. Auch internationale Solidaritätsaktionen im
Internet funktionieren schnell und einfach und zwingen die Hersteller
zum Handeln. Hierfür könnt ihr z.B. die Homepage der CCC
besuchen oder den KonsumNetz-Newsletter abonnieren.
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