Ein Sportschuh ist immer weniger nur eine praktische Fußbekleidung
– er entwickelt sich hingegen zum modischen „Statement“,
zum Ausdruck eines Lebensgefühls. Eine Funktion, die teuer
bezahlt wird. Aber wohin geht eigentlich das ganze Geld? Bei den
ArbeiterInnen, die den Schuh eigentlich herstellen, bleibt jedenfalls
der kleinste Anteil hängen.
Große Summen gehen stattdessen für Forschung & Entwicklung
drauf, damit „Innovationen“ geschaffen werden. Gleichzeitig
werden riesige Summen in Werbung und Marketing investiert –
um den Kundinnen den Kauf der teuren innovativen Produkte schmackhaft
zu machen. So fließen Hunderte von Millionen an prominente
(und ohnehin reiche) SportlerInnen und noch einmal Hunderte Millionen
in bunte Anzeigen, Werbespots und dergleichen. Die Werbeausgaben
werden auf 10-14 % des Umsatzes geschätzt.
Sportartikelkonzerne machen mit den immer neuen Artikeln ein blendendes
Geschäft – zur Zeit steigen die Umsätze und Gewinne
der großen Konzerne steil an und im Jahr der Fußball-WM
werden neue Rekordhöhen erwartet.
Auf der anderen Seite sieht es derweil weiterhin mager aus –
von Lohnerhöhungen für die ArbeiterInnen ist nicht die
Rede. Ihr Anteil an den Gewinnen ist null, sie werden im Gegenteil
mit Hungerlöhnen abgespeist. So verdient eine Näherin
pro Monat ungefähr so viel wie hier ein Paar schicke Schuhe
kosten: 100 Euro.
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Dein Fussball
Dein Trikot
Dein Sportschuh
Arbeitsbedingungen in der Sportartikelindustrie
Arbeitsrechte und ihre Überwachung
Fair trade - Fair Play - Fair Pay
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